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Rhumequelle, Burgruine Hanstein, Teufelskanzel und Ebergötzen im Eichsfeld

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In einem Naturschutzgebiet im südlichen Vorland des Harzes in der kleinen Ortschaft Rhumspringe liegt eine der größten und wasserreichsten Karst-Quellen Europas, die Rhumequelle. Aus dem Hauptquelltopf sowie den weiteren 360 Nebenquellen fließen zwischen 900 und 5.500 Liter und bilden damit den beginnenden Fluss Rhume. Das hervorquellende Wasser, das in wunderbaren blauen und grünen Farben schimmert hat eine gleichbleibende Temperatur von 8 bis 9 Grad Celsius und friert auch im Winter nicht zu. Gespeist wird die Quelle von den aus dem Harz kommenden Flüssen Sieber und Oder sowie dem Oderzufluß Beber. Durch poröses Karstgestein verlieren diese Flüsse teilweise ihr Wasser welches dann unterirdisch durch Hohlräume zur Rhumequelle fließt. Hier versperrt ein tief hinabreichender Buntsandsteinblock dem Wasser den Weiterfluß so das das unter Druck stehende Wasser an die Erdoberfläche gepresst wird. In der Nähe der Quelle befindet sich ein Parkplatz, ein bequemer Weg führt zu und um die Quelle. Dieser ist auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Von der Quelle in Rhumspringe aus fließt die Rhume nach etwa 48 Kilometern in Northeim unweit der Northeimer Seenplatte in die Leine. Da der Fluss keine große Fließgeschwindigkeit aufweist ist die Rhume für einen Ausflug mit dem Kanu oder Kajak gut geeignet.
Der etwa 15 Kilometer östlich von Göttingen gelegene  Seeburger See ist der größte Natursee in Südniedersachsen. Der See hat eine Fläche von rund 87 Hektar und liegt in einem ausgewiesenen Naturschutzgebiet. Das beliebte Ausflugs- und Urlaubsziel verfügt über ein von der DLRG überwachtes Naturschwimmbad mit angelegtem Sandstrand, Liegewiese und Strandkörben. Viele Laubbäume bieten im Sommer ausreichend schattige Plätze, ein Beach-Volleyballplatz sowie eine Minigolfanlage runden das Angebot ab. Das Wasser des Sees wurde bereits mehrfach für seine gute Qualität ausgezeichnet. Ein Bootsverleih vermietet von Mai bis Oktober Ruder-, Tret- und Paraboote. Bei den Parabooten handelt es sich um „Amphibienfahrzeuge“, eine Fortbewegung auch zu Lande ist damit möglich.
Die Boote können auf dem Land bestiegen werden, über eine Rampe gleiten die Boote ins Wasser, die großen Schaufelräder werden per Hand angetrieben. Da diese Boote aufgrund ihrer Konstruktion nicht kentern können sind sie auch für Menschen mit Handicap geeignet. Ein etwa 4,5 Kilometer langer Rundwanderweg um den See führt an sieben Tafeln vorbei die Auskunft über kulturelle und biologische Besonderheiten des Sees geben. Teilbereiche der Wasserfläche und der Uferzone des Sees stehen unter Naturschutz, vielen Vogelarten dient der See als Brut- oder Raststätte. Ein Natur-Informationszentrum am See gibt naturkundlich und ornithologisch interessierten Besuchern Auskunft über die vielfältige Natur am und im See. In der Gemeinde Seeburg bietet ein Campingplatz Standplätze für Wohnmobile, Wohnwagen und Zelte. Neben vollausgestatteten Zelten können auch einfach ausgestattete Wanderhütten oder Zirkuswagen mit eigenen Sanitäranlagen gemietet werden.
Das  Grenzlandmuseum Eichsfeld wurde 1995 in den Gebäuden der früheren DDR-Grenzübergangsstelle Teistungen zwischen dem niedersächsischen Dorf Gerblingerode im Westen und Teistungen im Osten eröffnet. 1973 wurde der Grenzübergang als Folge des Grundlagenvertrages zwischen der Bundesrepublik und der DDR eröffnet, offiziell wurde er Duderstadt/Worbis benannt. Dieser Grenzübergang wurde in 16 Jahren von fast 6 Millionen Reisenden genutzt. Das Museum befindet sich in den Originalräumen des ehemaligen Verwaltungsgebäudes des Überganges und informiert auf über 1.000 Quadratmetern über die Geschichte der deutschen Teilung. Der Kontrollturm des ehemaligen Grenzüberganges zeigt anschaulich die Arbeit der Grenzsoldaten der DDR, unter anderem kann hier eine typische Unterkunft besichtigt werden. Von der Beobachtungskanzel im Turm wurden alle wichtigen Sperr-, Signal- und Betriebsanlagen kontrolliert und gesteuert. Ein 6 Kilometer langer Rundweg entlang der ehemaligen Grenze führt vorbei an 24 Informationspunkten sowie zum Teil original erhaltenen Grenzsperranlagen und Beobachtungsbunkern.
Katholische Kirche Rimbach unterhalb der Burg

Eines der schönsten Ausflugsziele im Eichsfeld ist die landschaftlich sehr schön gelegene Burgruine Hanstein nahe der Ortschaft Bornhagen. Die auf einem Bundsandsteinfelsen gelegene Burg ist über eine steile Straße zu erreichen, unterhalb der Burg stehen Besuchern genügend Parkplätze zur Verfügung.
Die kleine Ortschaft Rimbach, Ortsteil von Bornhagen, schmiegt sich an den Hang unterhalb der Burg, eine etwa um 1400 erbaute katholische Kirche mit einem spätgotischen Flügelaltar aus dem Jahr 1407 und ihren für das Eichsfeld so typischen Türmen aus dem Jahr 1921 vervollständigen den wundervollen Blick auf die Ruine. Vom Parkplatz aus führt ein kurzer steiler Weg zur Burg hinauf, gegen ein geringes Entgelt kann die Burgruine besichtigt werden. Personen mit Gehbehinderung dürfen mit dem Auto direkt auf das Burggelände gefahren werden, kontaktieren Sie dazu bitte vorher das Kassenhäuschen am Eingang der Burg. Wer den Nordturm der Burg besteigt wird mit einer tollen Rundumsicht belohnt. Neben den Blick auf das Eichsfeld ist bei schönem Wetter unter anderem der Hohe Meißner, der Kaufunger Wald oder auch der Harz mit seinem höchsten Berg den Brocken zu sehen. Jedes Jahr werden Ritterspiele auf der Burg veranstaltet. Verschiedene Sagen umranken die Burg Hanstein, diese können auf der Webseite der Burg nachgelesen werden.
Kombinieren Sie doch einen Besuch der Burg mit einer Wanderung zur Teufelskanzel, einem weiteren sagenumwobenen Ausflugsziel des Eichsfeldes nahe der Burg Hanstein. Der etwa 2,7 Kilometer lange Weg zur Teufelskanzel ist u. a. vom Parkplatz der Burg Hanstein aus über den Kamm des Höhenzuges Höheberg erreichbar. Dieser ist anfänglich breit, wird dann immer schmaler um kurz vor der Teufelskanzel in einen schmalen Trampelpfad überzugehen. Dieser Weg hat aber nur wenige Steigungen und ist damit recht bequem zu begehen. Markierungen an den Bäumen weisen den Weg. Außerdem ist die Teufelskanzel auch über einen etwa 1,5 Kilometer langen gut ausgebauten Weg, der an einem ausgeschilderten Parkplatz nahe der Ortschaft Gerbershausen am Fuße des Höhenzuges beginnt zu erreichen. Auch dieser Weg ist ausgeschildert, allerdings steiler als der Kammweg von der Burgruine aus. Die Kanzel ist ein großer Felsen, bestiegen bietet er einen traumhaften Ausblick auf die Werraschleife bei Lindewerra. Tipp: Besuchen Sie die Teufelskanzel vormittags wenn die Sonne im Rücken des Felsen steht. Besonders Fotos werden dann wesentlich schöner als nachmittags wenn die Sonne von vorne scheint. Auch über die Teufelskanzel und dessen Entstehung gibt es eine Sage die auf der Webseite der Berghütte nachzulesen ist. Diese ist ein Wirtshaus in das Wanderer schon 1882 einkehrten. Im Sommer lockt der Biergarten mit seinen schattenspendenden Bäumen, im Winter und an kühlen Tagen genießen Besucher die urige Atmosphäre der Gasträume inklusive loderndem Feuer.
Östlich von Göttingen liegt Ebergötzen, das durch Wilhelm Busch bekannt wurde, der hier von 1841 bis 1846 den größten Teil seiner Schulzeit verbrachte. Die Mühle, die dem Vater seines Freundes Erich Bachmann gehörte, ist heute ein Museum und inspirierte Wilhelm Busch zu seiner Lausbubengeschichte Max und Moritz, eines seiner wichtigsten und bekanntesten Werke.
Gern besucht wird auch das Europäische Brotmuseum, ein Fachmuseum mit „kulturhistorischer Sammlung vom Korn zum Brot aus der über 8.000-jährigen Geschichte und Entwicklung der Landwirtschaft, der Getreideverarbeitung und des Brotes“. Auf dem Außengelände kann eine historische Bockwindmühle, die 1812 in Hotteln bei Hildesheim erbaute wurde und hier eine neue Heimat fand sowie eine aus Tirol stammende Wassermühle mit unterschlächtigem Wasserrad besichtigt werden.
Oben: Rhumequelle, auf dem Bild unten der Seeburger See
Kontrollturm der Grenzübergangsstelle Teistungen
Die Burgruine Hanstein auf dem Felsen
Das Tor zur Burgruine
Blick von der Teufelskanzel auf die Werraschleife bei Lindewerra
Das alte Wirtshaus unterhalb der Teufelskanzel
Die historische Bockwindmühle auf dem Freigelände
des Europäischen Brotmuseums
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