Die Transsibirische Eisenbahn - Clousun - Die schönsten Reiseziele Deutschlands und der Welt

Werbung
Booking.com
Booking.com
Direkt zum Seiteninhalt

Die Transsibirische Eisenbahn

Specials
Mit der Transsibirischen Eisenbahn zum Baikalsee

Ein besonderes Highlight für Touristen aus aller Welt ist die Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn, die von Moskau aus durch viele interessante Städte, davon vier mit mehr als einer Million Einwohnern und atemberaubende Landschaften bis nach Wladiwostok am Japanisches Meer, einem Randmeer des Pazifischen Ozeans, führt. Von Moskau aus bis dorthin sind es 9.300 km. Sie ist damit die längste durchgehende Eisenbahnstrecke der Welt. Eine Teilstrecke führt ab Ulan Ude über die Hauptstadt der Mongolei, Ulan Bator, bis nach Peking.
Unsere Fahrt endet nach 5.150 km in Irkutsk nahe dem Baikalsee. Man legt die Strecke in 3 ½ Tagen zurück. Die Buchung der Reise sollte mindesten 2 Monate vor Beginn gebucht werden. Dabei sollte man den Reiseanbieter wählen, der für den individuellen Reisewunsch spezialisiert ist. Man kann die bequeme, durchorganisierte Luxuszugreise buchen oder auch mit dem Sonderzug als Pauschalreiseangebot an sein Ziel kommen. Die wesentlich preisgünstigere Variante ist die Individualreise. Die Fahrkarten dafür kommen 45 Tage vor Reisebeginn in den Verkauf und sollten rechtzeitig beschafft werden. Bei der Urlaubsplanung ist auch zu beachten, dass die Züge auf der Gesamtstrecke nur einmal pro Woche fahren. Gefahren wird nach Moskauer Zeit. Die wird auch auf allen anderen Bahnhöfen des weiten Landes angezeigt und weicht oft von der tatsächlichen Zeit des Ortes an dem man sich befindet erheblich ab.
Da man zu jeder Jahreszeit reisen kann, sollte man bedenken, dass das Gebiet hinter dem Ural im Winter zu den kältesten und im Sommer zu den wärmsten Gebieten Russlands gehört. Vielerorts taut der Permafrostboden erst im Juni auf, was dann vielen Mücken zum Paradies werden kann. Die Züge selbst sind klimatisiert.
Bevor die Bahnreise in Moskau startet sollte man sich für das Kennenlernen der 10 Millionen Einwohner zählenden Hauptstadt Russlands Zeit nehmen. Der Kreml, der Regierungssitz, die Basilius Kathedrale mit ihren bunten Zwiebeltürmen, das historische Kaufhaus GUM, die kostbar und kunstvoll gestalteten Bahnhöfe der Metro und vieles andere sind sehr sehenswert.
Um Land und Leute am intensivsten kennenlernen zu können wählten wir die Individualreise mit einem ganz normalen Zug, der auch von den Einheimischen genutzt wird. Das enge 4-Mann Abteil, das zu einer Schlafkabine umgebaut werden kann. Jeder Waggon hat 2 Toiletten, die denen an der Autobahn ähneln, nur viel enger sind. Eine Dusche war nicht vorhanden. Neben den insgesamt 28 Passagieren muss das auch noch für die beiden Zugbegleiterinnen reichen, die die Teeküche bedienen und für Ordnung und Sauberkeit sorgen. Auch Kleinigkeiten wie Getränke kann man bei ihnen kaufen. Das ist aber teurer als die Versorgung auf den Bahnhöfen der Strecke. Diverse mobile Verkaufswagen warten dort auf die Zugreisenden. Aber Vorsicht. Da die Abfahrt des Zuges nicht angesagt wird sollte man sich vorher über die Abfahrtszeit informieren. Die Menschen denen wir begegnet sind, sind uns gegenüber sehr bescheiden und freundlich gewesen. Die Dörfer, die man aus den immer geschlossenen Fenstern vorbeihuschen sieht, sehen meist recht ärmlich aus. Die Städte sind wie überall in der Welt vom Anblick aus dem Zug heraus eher wenig anheimelnd. Sehenswert sind insbesondere die Städte Jekaterinburg und Nowosibirsk. Bei Zwischenaufenthalten muss man Fahrkarten für die jeweiligen Teilstrecken buchen.
Das schönste jedoch sind die vorbeiziehenden Landschaften, endlose Birkenwälder und riesige Flüsse, wie den Irtysch in Omsk, der in den durch Nowosibirsk fließenden Ob mündet und mit diesem gemeinsam den sechst längsten Fluss der Erde bilden. Die durch Irkutsk fließende Angara mündet in den Jenissei und ist damit sogar das fünft längste Flusssystem der auf unserem Planeten. Auch Irkutsk ist eine sehenswerte Stadt. Von manchen wird sie das Paris Sibiriens genannt. Besonders hervorzuheben ist ihre Nähe zu Baikalsee, der von hieraus mit dem Bus oder dem Tragflächenboot erreicht werden kann.

Der Baikalsee ist mit seinen 1.642 m Tiefe der tiefste See der Erde. Durch seine Länge von 650 km und einer durchschnittlichen Breite bis zu 78 km ist er der Süßwasser reichste See der Erde. Seine über weite Strecken unberührte Uferlandschaften stehen zum Teil unter Naturschutz. Auch Nationalparks wurden eingerichtet. Der See ist von Bergen umgeben. Auf der Südseite sogar von Hochgebirgen, die Höhen von über 2000 m erreichen. Flora und Fauna sind hier einzigartig. Mehr als die Hälfte der hier vorkommenden Pflanzen und Tiere findet man nur hier. Hier lebt beispielsweise die Baikalrobbe, die einzige Süßwasserrobbe der Welt. Wegen seiner Einzigartigkeit wurde er zum Weltnaturerbe der UNESCO erklärt.
Durch sein klarsten Wasser aller Binnenseen, der schönen Stränden und der wunderbaren Umgebung ist der Baikalsee ideal, um dort Urlaub zu machen. Bisher ist aber nur ein geringer Teil durch befestigte Straßen und Wanderwege erschlossen. Das gilt insbesondere für die Gegend um den einzigen Abfluss, den der riesige See hat, die Angara. Bisher wird der See am häufigsten von Abenteurern, Radfahrer und Tauchern besucht. Typische Badeurlauber, die am Strand liegen und baden wollen, sollten sich im Vorhinein über die Wassertemperatur informieren, da diese im Jahresdurchschnitt nur bei 4°C liegt und in den Sommermonaten kaum über die 10°C ansteigt.

Listwjanka, am östliche Ufer der Angara und am Baikal gelegen, ist der am besten erschlossene Urlaubsort in diesem schönsten Teil Sibiriens. Der Ort ist wenig anheimelnd. An den recht bunten Häuser hat oft der Zahn der Zeit genagt. Die häufigen Blechdächer sind vielfach verrostet. Es gibt viele Baustellen. Überall werden neue Ferienunterkünfte, Hotels und Ferienhütten gebaut. Da man scheinbar landestypisch keinen Wert auf liebevoll gepflegte Vorgärten legt und auch die Uferbebauung nicht zum „promenieren“ einlädt, fühlt man sich in eine ganz andere Welt hinein versetzt. Kühe, Ziegen und die vielen frei herumlaufenden Hunde tun ihr übriges. Angst braucht man aber nicht zu haben. Die Hunde sind für jeden zugeworfenen Bissen sehr dankbar.
Trotzdem, der Blick auf den riesigen See entschädigt für alles.
Man findet hier natürlich auch Restaurants, die aber auch eher spartanisch eingerichtet sind. Traditionell sind Kioske die hauptsächlich Fisch anbieten, so den nur hier vorkommenden Omul, der als Räucherfisch angeboten wird. Sein hervorragender Geschmack passt zur Kulisse des Sees.
Mit der Fähre die über die durch den Irkutsker Staudamm angestaute Angara, die so eher einem Fjord, als einem Fluss ähnelt, erreicht man Port Baikal. Von hier kann man auf der nicht mehr befahrenen Schienentrasse Kilometerweit am Seeufer entlang wandern.
Etwa 80 km nördlich von Listwjanka befindet sich die Ferienbucht Pestschannaja, die nur mit einer Katamaranfähre von Irkutsk erreichbar ist. Man nennt diese Sandbucht wegen seiner Schönheit auch Sibirische Rivera.
Unweit von Listwjanka in einem kleinen Tal kann mit einem Sessellift ca. 400 Höhenmeter überwinden um auf einen Bergkamm zu gelangen, von dem man herrliche Ausblicke auf den Baikal, die Angara und die umliegenden Gebirge genießen kann.
Der Rückflug nach Moskau von Irkutsk aus ist bei schönem Wetter wegen seiner Sicht auf die herrliche Landschaft in diesem Teil von Sibirien ein weiteres unvergessliches Erlebnis.
Die Basilius-Kathedrale am Roten Platz 
in Moskau ist eines der Wahrzeichen der Stadt
Oben links das GUM, prachtvolles Einkaufszentrum in der Nachbarschaft
Links der Bahnhof von Omsk, einer sehenswerten sibirischen Millionenstadt
Der Ausstattung der 2. Klasse kann man mit viel gutem Willen noch 
nostalgischen Flair abgewinnen. Während Flure, Kabinen und Teeküche Freunden 
der engen Gemeinschaft vielleicht entgegenkommen, ist die stark frequentierte, duschenfreie Miniatur-Naßzelle schon gewöhnungsbedürftig.
Bessere oder gar luxoriösere Varianten stehen gegen Aufpreis zur Verfügung.
Willkommene Gelegegenheit zum günstigen Einkauf
links oben Die Bord-Toilette, ein Traum auf 2 Quadratmetern
Impressionen aus Irkutsk
unten: Der Baikal, ein wichtiger Höhepunkt der Fahrt
Listwjanka
In Listwjanka, dem aufstebenen Urlaubsort am Baikal,
scheint die Zeit manchesmal stehengeblieben zu sein
Viele halbwilde, aber sehr friedliche Hunde warten
auf freundliche Touristen und leckere Happen
und noch mehr Hunde
Fisch liegt in den Auslagen der Kioske und steht an Nummer 1 der Speisekarten
örtlicher Restaurants. Die Fischer im See müssen sich trotz des relativ gemäßigten kalten Klimas zuweilen mit Stürmen auseinandersetzen, welche die Stärke eines Hurrikans erreichen können


Hinweis: Die Beschreibung/ Fotos der Abteilungen der Züge stammen aus dem Jahr 2014. Über den aktuellen Stand informieren Sie sich bitte bei ihrem Reiseveranstalter 
- Werbung -
Zurück zum Seiteninhalt