Barsinghausen, Rodenberg und Springe im Calenberger Bergland - Clousun - Die schönsten Reiseziele Deutschlands und der Welt

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Barsinghausen, Rodenberg und Springe im Calenberger Bergland

Die Stadt Barsinghausen mit ihren 17 Ortsteilen liegt am Nordrand des Deisters am Übergang zwischen den deutschen Mittelgebirgen und der Norddeutschen Tiefebene. Lange Zeit war der Bergbau ein wichtiger wirtschaftlicher Zweig der Stadt, über 100 Jahre wurde hier von bis zu 2.000 Bergleuten Steinkohle aus den Schächten geholt.
Im Jahre 1956 wurde der letzte Schacht geschlossen, heute kann die 300jährige Geschichte des Deisterbergbaus im Besucherbergwerk Klosterstollen nacherlebt werden. Einer eineinhalb Kilometer langen Einfahrt mit der Grubenbahn folgt eine rund zweistündige Führung unter Tage mit Erläuterungen eines Besucherführers. Da unter Tage ganzjährig nur Temperaturen von 9 Grad Celsius und eine über 90 %ige Luftfeuchtigkeit herrschen ist neben festem Schuhwerk entsprechende Kleidung angebracht. Einfahrten sind nur nach telefonischer Anmeldung möglich. Fünf Kohlepfade unterschiedlicher Länge führen vorbei an alten Stollen und Relikten des Steinkohlebergbaus und werden auf Tafeln ausführlich beschrieben. Das im Jahre 1193 erstmals urkundlich erwähnte Kloster Barsinghausen ist das älteste der fünf im ehemaligen Fürstentum Calenberg gelegenen Frauenklöster und wurde nach im 30jährigen Krieg erlittenen schweren Schäden zwischen 1700 und 1704 wieder aufgebaut. Die dazugehörige im spätromanisch-frühgotischen Stil errichtete Klosterkirche St. Marien ist eine der größten Hallenkirchen Norddeutschlands, hier finden regelmäßig klassische Konzerte unter dem Motto „Ein Abend im Kloster“ statt. Die Deister-Freilicht-Bühne, eine der schönsten Waldbühnen in Niedersachsen, wurde im Jahre 1931 vom damalige Rektor der Mittelschule Barsinghausen, Otto Backhaus, und vielen Freiwilligen in einem ehemaligen Steinbruch erbaut. Laiendarsteller inszenieren jedes Jahr ein Kindertheaterstück sowie zwei Stücke für das erwachsene Publikum. Wichtigster Termin im Veranstaltungskalender der Stadt ist das jährlich am letzten Wochenende im August stattfindende Stadtfest, welches von Freitag bis Sonntag in der Fußgängerzone der Stadt veranstaltet wird.
Die Samtgemeinde Rodenberg mit ihren 16 Ortschaften liegt in einem Tal zwischen den bewaldeten Höhenzügen Deister, Süntel und den Bückebergen. Rodenberg liegt an der „Straße der Weserrenaissance“ und der „Niedersächsischen Mühlenstraße“. Viele kulturelle Einrichtungen wie  Schlösser, Burgen und Kirchen prägen die schöne Landschaft mit ihren liebenswerten Dörfern. Der Feggendorfer Stollen, eine Kleinzeche und ehemaliges Steinkohlebergwerk im Deister, liegt nahe dem Lauenauer Ortsteil Feggendorf auf 255 Metern Höhe. 175 Jahre wurde hier das schwarze Gold abgebaut, 1952 fuhren die Bergleute letztmalig unter Tage. Nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen kann das Bergwerk inzwischen wieder besichtigt werden. Von Anfang April bis Ende September finden jeweils sonntags um 11.00 Uhr und um 14.00 Uhr Grubenfahrten für Besucher statt. Im ehemaligen Schloss Rodenberg, welches vier Jahre lang ausgegraben und restauriert wurde, ist das Freilichtmuseum untergebracht. Hier können originalgetreue Nachbauten von vier unterschiedlichen Kanonen aus der Zeit, als diese zur Verteidigung eingesetzt wurden, besichtigt werden. Das Wahrzeichen von Rodenberg ist die schon von weitem auf den Hügeln der Stadt sichtbare Windmühle, die im Jahre 1850 auf dem Alten Rodenberg erbaut wurde. Das Heimatmuseum Rodenberg befindet sich im ehemaligen Ständehaus, welches von der ehemaligen Wasserburg Rodenberg erhalten geblieben ist und viele Originalgegenstände zu den Themen Post, Eisenbahn und Deisterbergbau zeigt. Im Ortsteil Hülsede liegt das zwischen 1529 und 1548 als vierflügelige Anlage erbaute Wasserschloss Hülsede, eines der typischen Gebäude im Stile der Weserrenaissance. Die original erhaltene Bausubstanz des aus dem 16. Jahrhundert stammenden Schlosses steht unter Denkmalschutz und wurde in den letzten dreißig Jahren umfassend restauriert.
Das Schloss von Hammerstein im Ortsteil Apelern ist ein traditionsreiches Rittergut mit einem Renaissanceschloss von 1590 und liegt inmitten einer 65.000 m² großen Garten- und Parklandschaft. Ebenfalls im Ortsteil Apelern befindet sich das Schloss von Münchhausen, ein Rittergut welches aus unterschiedlichen Zeiten ab 1561 stammt. Die Wasserburg ist bis heute ein Wohnsitz der bereits seit 1370 in Apelern ansässigen Familie der Freiherren von Münchhausen. Im Ortsteil Lauenau befindet sich das Schloss Schwedesdorf, ein Juwel im Stile der Weserrenaissance. Beeindruckend ist auch die 200-jährige Süntelbuche im Lauenauer Volkspark, welche als die weltweit älteste ihrer Art gilt.
Die Stadt Springe, auch „Stadt an der Deisterpforte“ genannt, liegt zwischen dem großen Deister und dem kleinen Deister, der immerhin auch bis zu 346 Meter hoch ist. Hier entspringt das Flüsschen Haller, ein Nebenfluss der Leine, weshalb Springe im Mittelalter Hallerspring genannt wurde. Zur Stadt Springe, die auf gut 900 Jahre Geschichte zurückblicken kann, gehören 13 Ortsteile. Springe verfügt über eine schöne Altstadt mit vielen Fachwerkhäusern, ein Abbild der verschiedenen Epochen der Stadt. Zentrum der Stadt ist der Marktplatz. Hier steht das Haus Peters, das um 1619 im Stile der Weserrenaissance errichtet wurde, der Marienbrunnen mit der Figur einer Holzleserin davor. Am Ende des Marktes steht das im Jahre 1638 errichtete Rathaus, heute beherbergt es den Ratskeller. Gegenüber befindet sich das Amtsgericht in einem  spätbarocken Herrenhaus aus dem Jahre 1775. Am Oberntor steht seit 2013 ein kleiner Glockenturm nach dem Vorbild des Springer Stadtwappens, der täglich 5 Minuten vor 9, 12, 15 und 18 Uhr zur Jahreszeit passende Melodien erklingen lässt.
Sehenswert ist das Jagdschloss Springe, welches von 1838 bis 1842 nach Plänen des Hofbaumeisters Laves erbaut wurde und heute u.a. ein Museum für Natur, Jagd und Kultur beherbergt. Vor allem aber ist Springe für sein Wisentgehege, einem Wildpark mit einer Fläche von 90 Hektar und rund 100 zum Teil stark gefährdeten Wildtierarten, bekannt. Hier können Wisente, Elche, Urpferde, Wölfe, Luchse und viele andere Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet werden. Der sich im Gehege befindende Falkenhof bietet von April bis Oktober zweimal täglich Flugvorführungen an. Das Wisentgehege ist teil des Sauparks Springe, ein etwa 14 km² großes Wildgehege, das von einer gut 16 Kilometer langen und zwei Meter hohen Mauer umgeben ist. Die Sauparkmauer steht zusammen mit dem Jagdschloss unter Denkmalschutz. Der Saupark diente früher den Königen von Hannover und später den Deutschen Kaisern als Jagdgebiet. Wo im Mittelalter eine Wasserburg stand, hat das Museum auf dem Burghof seinen Standort. Auf rund 2000 qm Ausstellungsfläche gibt das Museum Einblick in die Geschichte der Stadt Springe und seiner Ortsteile sowie der Deisterregion. Der Deister ist ein erstklassiges Wandergebiet, die Stadt Springe eignet sich als Ausgangspunkt für Wanderungen und Radwanderungen in den Deister, in den kleinen Deister und die nähere Umgebung. Der Hochseilgarten in Springe, einer der ersten in Norddeutschland, wurde aus bis zu 21 Meter hohen Baumstämmen errichtet und ist besonders für Schwindelfreie und Wagemutige ein echtes Erlebnis. Auch Skifahren ist in Springe möglich. Der Deister verfügt im Bereich Springe über drei Skipisten mit Liftanlagen sowie unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, die Abends teilweise sogar beleuchtet sind. Auch Langläufer finden auf Loipen von 2, 4 und 6 Kilometern Länge ein entsprechendes Revier vor.
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Oben: Das Kloster Barsinghausen
Unten: Besucherbergwerk Klosterstollen
Unten: Wasserschloss Hülsede
Das Wahrzeichen von Rodenberg: Die Mühle, erbaut 1850
Haus Peters und der Marienbrunnen in Springe
Die historische St. Andreas Kirche
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