Salzhemmendorf, Coppenbruegge, Ith und Wenningsen im Calenberger Bergland - Clousun - Die schönsten Reiseziele Deutschlands und der Welt

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Salzhemmendorf, Coppenbruegge, Ith und Wenningsen im Calenberger Bergland

Am Nordhang des Deisters liegt die Gemeinde Wennigsen mit ihren 8 Ortsteilen. Wer Wennigsen etwas näher kennen lernen möchte der kann sich auf einen rund sieben Kilometer langen Rundweg begeben, der an historischen Stätten, Naturdenkmälern und anderen Sehenswürdigkeiten vorbei führt. Die Broschüre „Grüner Faden“ kann als pdf.-datei von der Webseite der Stadt Wennigsen heruntergeladen werden.
Besonders bekannt geworden ist Wennigsen durch das Kloster im Zentrum der Gemeinde, gegründet um das Jahr 1200 herum als Stift für Augustiner-Chorfrauen. Der romanische Wehrturm, etwa um das Jahr 1150 herum entstanden sowie einige Mauerteile sind die ältesten Teile der Klosterkirche, ein Tympanon („eine Schmuckfläche in Giebeldreiecken oder im Bogenfeld von Portalen“ (Quelle: Wikipedia)) im Eingangsbereich der Klosterkirche gilt als das älteste Baudenkmal in Norddeutschland. Im Ortsteil Bredenbeck befindet sich eine unter Denkmalschutz stehende alte Schule, ein ortstypischer Backsteinbau mit Glockenturm, geplant und gebaut Mitte des 19. Jahrhunderts von Georg Ludwig Friedrich Laves. Die im Hannoverschen Stadtteil Linden gegossene Glocke wurde seinerzeit 3 mal täglich vom Lehrer geläutet. Bis 1920 wurde hier unterrichtet, danach diente das Gebäude der Gemeindeverwaltung als Sitz. Als die Schule im Jahre 1886 zu klein wurde musste eine neue Schule gebaut werden, in dieser ist in der Lehrerwohnung im Erdgeschoss heute das Bredenbecker Heimatmuseum untergebracht.
Alte Dorfschule Bredenbeck

Das Museum zeigt u.a. eine große Anzahl an bildlichen Darstellungen zur Entwicklung des Ortes, Werkzeuge und andere Ausstellungsstücke. Ebenfalls im Ortsteil Bredenbeck befindet sich das Rittergut der Familie Knigge, aus der der berühmte Sohn der Familie, Adolph Freiherr Knigge, hervorgegangen ist und seine Kindheit verbrachte. Im Jahre 1788 schrieb er das Buch „Über den Umgang mit Menschen“, ein Ratgeber für Höflichkeit und Takt im Umgang mit anderen Menschen. Im Ortsteil Steinkrug steht ein 15 Meter hoher unter Denkmalschutz stehender Turmbrennofen, der neben einem weiteren Ofen in Petershagen der einzig auf dem europäischen Festland ist. Er ist Teil einer Glashütte, die 1838 von Wilhelm Carl Freiherr Knigge gegründet wurde und beinahe 100 Jahre mundgeblasenes Hohlglas anfertigte. Die Medizin-, Wein- und Bierflaschen sowie Gärballons und Korbflaschen wurden zum Bahnhof nach Bennigsen gebracht und von dort aus in die ganze Welt exportiert. Im Ortsteil Holtensen steht die Holtenser Kirche, die im Jahre 1329 erstmal erwähnt wurde, deren genaues Baujahr aber nicht bekannt ist. Nach 600 Jahren Um- und Ausbauten ist die Kirche mit ihrer Orgel aus dem Jahre 1819 und den schönen Deckenmalereien aus dem 16. Jahrhundert endgültig wiederhergestellt. Gleich hinter der Kirche wurde ein rund 1 Kilometer langer Naturerlebnispfad in Form zweier hintereinander liegender Achten angelegt. Seltene heimische Pflanzen wie z.B. Süntelbuchen wurden hier angepflanzt und machen diesen Erlebnispfad, der zum Ausprobieren einlädt, zu einem Naturerlebnis der besonderen Art. Ein beliebtes Ausflugsziel sind die Wasserräder im Deister. Auf gut 100 Meter Länge sind viele
wasserbetriebene Miniaturwassermühlen aufgebaut, sie „zeigen Bildnisse der kindlichen Märchen- und Sagenwelt, sowie Symbole der Phantasie“.
Etwa 40 km südwestlich von Hannover und etwa 15 Kilometer südöstlich von Hameln liegt der Ith, ein etwa 22 Kilometer langer und bis zu 439 Meter hoher Mittelgebirgszug. An seiner höchsten Stelle, dem Lauensteiner Kopf, steht der fast 14 Meter hohe Ithturm. Der Ith ist ein rund 2700 Hektar großes Naturschutzgebiet mit naturnahen Wäldern, Felsen und Klippen, Quellen und Bächen. Bei den schutzwürdigen Tieren handelt es sich vorwiegend um Uhu, Rotmilan, Grauspecht und Fledermäuse, schutzwürdige Pflanzen sind vor allem Orchideenarten, Blaugras und verschiedene Flechten. Der Ith ist besonders bei Wanderern beliebt, viele Wanderwege wie der 80 Kilometer lange Ith-Hils-Weg oder der 25 Kilometer lange Ith-Kammweg möchten erobert werden. Wintersportfreunde finden an den Osthängen Ski- und Rodelpisten. Bekannt ist der Ith auch bei Kletterern, die Bisperoder Klippen mit gut 40 Felsen und max. 25 Metern Höhe sind eines der besten Kletterreviere in Niedersachsen. Bekannteste Orte am Rande des Ith sind Salzhemmendorf und Coppenbrügge.
Die Gemeinde Coppenbrügge mit ihren 12 Ortsteilen liegt am Fuße des Ith, etwa 15 Kilometer östlich von Hameln. Die in der Ortsmitte liegende historische Burganlage, eine Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert, ist von einem malerischen Park umschlossen. Ein Lindenbaum auf dem Burgwall, auch Peterlinde genannt, erinnert an den Besuch von Peter dem Großen, einem russischen Zaren aus dem 17. Jahrhundert, der sich hier mit der Kurfürstin Sophie von Hannover traf. Das Alter der Linde wird auf 500 bis 700 Jahre geschätzt.
Das angeschlossene Museum informiert über die Geschichte der Burg und über die heimatliche Umgebung mit den Höhenzügen Ith und Osterwald. Sehenswert ist auch das denkmalgeschützte Wasserschloss Bisperode, erbaut im barocken Stil von 1694 bis 1700. Ein bedeutender Wallfahrtsort in Norddeutschland war das im Jahr 1310 gegründete Karmeliterkloster im Ortsteil Marienau. Heute ist vom ehemaligen Kloster leider nur noch die Kapelle vorhanden. Von 2001 bis 2004 wurde der Garten an der Kirche in einen Klostergarten umgewandelt, heute dürfen die angepflanzten Kräuter von jedermann gepflückt werden, wobei die Besucher allerlei Wissenswertes rund um die Kräuter erfahren können. Wahrzeichen des Ortsteiles Bessingen ist die in der Ortsmitte entspringende Schwefelquelle. Das Wasser ist trinkbar und wurde Aufzeichnungen zur Folge bereits seit dem 18. Jahrhundert von den Bürgern der Gemeinde „bei Krankheiten und großer Hitze“ getrunken.
Bruchsee bei Salzemmendorf

Die Gemeinde Salzhemmendorf mit ihren 10 Ortsteilen liegt eingebettet zwischen den Höhenzügen Ith im Westen, Osterwald im Norden und Thüster Berg im Osten. Die Landschaft rund um Salzhemmendorf ist geprägt von Bergen, Wäldern und Wiesen, die verwinkelten Straßen mit ihren schönen Fachwerkhäusern laden zum entdecken ein. Viele Wanderwege führen in den Ith, der im Frühling durch die Lerchenspornblüte in ein weiß-lila Blütenmeer verwandelt wird. Bekannt geworden ist Salzhemmendorf vor allem durch seine Ith-Sole-Therme, deren Wasser sich durch seine zweithöchste „fluoridhaltige Schwefel-Sole“ in ganz Deutschland auszeichnet und dafür zertifiziert wurde. Die Sole stärkt das Immunsystem und hilft bei der Regeneration nach Verletzungen, bei Muskelverspannungen, bei Hauterkrankungen, Erkrankungen der Atemwege und wirkt sich positiv bei Allergien aus. Ein beliebter Freizeitpark ist das Rasti-Land, ein 160.000 m² großer Freizeitpark mit zahlreichen Attraktionen. Anziehungspunkt bei warmen Wetter ist u.a. das Naturerlebnisbad im Ortsteil Lauenstein, welches ohne den Einsatz von Chemikalien auskommt, da die Reinigung des Wassers auf natürliche Weise in einem separaten Regenerationsteich erfolgt. Ein Naturdenkmal der besonderen Art ist im Ortsteil Ockensen zu finden. Hier sprudelt das Wasser einer Quelle aus einem ca. 5 Meter hohen, baumartigen Gebilde. Eine Informationstafel gibt Auskunft über die Entstehungsgeschichte der von Menschenhand geschaffenen Kuriosität.
Weinbergsee im Weenzer Bruch

Ein Naturparadies der besonderen Art ist das rund 300 Hektar große Erholungsgebiet Wallenser Seen. Bis 1966 wurden in einem Braunkohletagebau bis zu 30 Meter tiefe Löcher gegraben um Braunkohle zu fördern. Heute sind an der Stelle des Braunkohlereviers vier Seen in einer waldreichen Landschaft entstanden. Ein geologischer Wanderweg erzählt auf mehreren Schautafeln die Geologie dieser Region mit ihrer Kohleförderung. Größter der vier Seen ist der Bruchsee mit etwa zehn Hektar Wasserfläche. An Wochenenden kann der See mit Tretbooten befahren werden. Der zweitgrößte ist der Humboldtsee, der zum Baden, Angeln, Bootfahren oder Tauchen einlädt. Der angrenzende Campingpark bietet Stellplätze für Camper und Wohnmobile. Kleiner sind der Entensee und der Weinbergsee, hier sind viele Vogelarten anzutreffen. Auf dem 444 Meter hohen Kanstein auf dem Thüster Berg steht zum Andenken an den Heimatdichter Hermann Löns der 1928 erbaute Lönsturm. Dieser wurde aufgrund der immer höher wachsenden Bäume zweimal aufgestockt und bietet einen tollen Rundumblick auf das Weser- und Leinebergland sowie bei klarer Sicht auch auf den Brocken im Harz oder das Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald.
naturzeit.com
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Ein lehrreicher Spaß für die ganze Familie ist der Naturlerlebnispfad Holtenser Acht.
Und warum nicht hinterher gleich noch zur Märchenwelt der Miniatur-Wasserrädern im Deister?
Schloss und Gut Bisperode
Umweltschutz aus Leidenschaft. Ein Wachmann im 24-Stunden-Dienst
sorgt für Ordnung auf der Wasserburg Coppenbrügge.
Die an den russischen Zaren erinnernde Peterslinde
Wasserbaum Ockensen
Wander- und Lehrpfad Weenzer Bruch
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