Die Jakobikirche, der Schuhhof, das St. Annenhaus und das Weltkulturerbe Rammelsberg in Goslar - Clousun - Die schönsten Reiseziele Deutschlands und der Welt

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Die Jakobikirche, der Schuhhof, das St. Annenhaus und das Weltkulturerbe Rammelsberg in Goslar

Deutschland > Städte > Goslar
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Neben der Marktkirche sind weitere sehr schöne Kirchengebäude in Goslar zu finden. Die aus dem späten 11. Jahrhundert stammende frühromanische Jakobikirche ist die zweitälteste Kirche in Goslar und liegt in der Nähe des Klosters Neuwerk. Von hier aus ging die Reformation in Goslar aus, in einem Brief an die Jacobikirche im Jahre 1529 bestärkt Luther die Bürger der Stadt die Reformation voranzubringen geht aber entschieden gegen die gewaltsamen Auswüchse der damaligen Zeit vor. Der Brief befindet sich heute in der Marktkirche. Die Stephanikirche liegt im Osten der Altstadt und wurde nach dem heiligen Stephanus benannt der laut Neuem Testament ein Diakon der Jerusalemer Urgemeinde war und als erster christlicher Märtyrer gilt und für seinen Glauben und seine Bekenntnis zu Jesus Christus durch Ratsmitglieder der Stadt gesteinigt wurde. An gleicher Stelle stand bereits im 12. Jahrhundert eine romanische Basilika die aber ebenso wie der gesamte Stadtteil im Jahre 1728 einem verheerenden Stadtbrand zum Opfer fiel. Die Bürger der Stadt bauten daraufhin eine dreischiffige Hallenkirche im Stil des Barocks die im Jahre 1734 eingeweiht wurde. Die Kirche kann nach Voranmeldung besichtigt werden, besonders schön sind hier die geschnitzten Säulen der Orgelempore, eine Altarwand aus dem 18. Jahrhundert sowie die Kanzel der Kirche.
Der älteste Platz der Stadt ist der Schuhhof der sich in der Nähe des Marktplatzes befindet. Schöne Fachwerkhäuser umrahmen den Platz, hier steht auch die älteste Apotheke von Goslar, die im Jahre 1780 als Kräuter- und Drogenhandlung gegründet wurde und aufgrund ihrer vollständig erhaltenen Biedermeier-Einrichtung zu den schönsten Apotheken in Deutschland zählt. In der Vorweihnachtszeit steht hier ein kleiner Weihnachtswald im Rahmen des jährlich stattfindenden Weihnachtsmarktes in Goslar.
Das älteste vollständig erhaltene Fachwerkhaus der Stadt ist das St. Annenhaus aus dem Jahre 1488. Dabei handelt es sich um eines von 10 im Mittelalter entstandenen bürgerlichen Hospitälern. Das Haus gehörte zu einem im Jahre 1494 gegründeten Stift dessen Kapelle noch für Taufen und Hochzeiten genutzt wird. Sehenswert sind hier der Barockaltar von Jobst Heinrich Lessen sowie die Margaretendecke mit ihren 32 Feldern die Darstellungen aus dem Leben der Heiligen zeigen. Das Haus kann samstags von 11.00 bis 13.00 Uhr besichtigt werden wenn die Gartenpforte geöffnet ist.
Das Weltkuturerbe Rammelsberg liegt am 635 Meter hohen gleichnamigen Berg und ist ein Erzbergwerk aus dem über 1000 Jahre gut 27 Millionen Tonnen Erz gefördert wurde. Im Jahre 1988 wurde die Förderung aufgrund der Erschöpfung der Lagerstätte beendet. Aus den Erzen wurden Metalle wie Blei, Kupfer, Silber und Zink gewonnen die besonders zum Reichtum der Stadt im Mittelalter beitrugen. Das Bergwerk ist reich an Bergbaudenkmälern, die Abraumhalden stammen aus dem 10. Jahrhundert, der aus dem 12. Jahrhundert stammende Rathstiefste Stollen ist einer der ältesten und besterhaltenen Stollen des deutschen Bergbaus, das Feuergezähe Gewölbe aus dem 13. Jahrhundert ist der älteste gemauerte Grubenraum Europas, der Maltermeisterturm aus dem 15. Jahrhundert ist das älteste Tagesgebäude des deutschen Bergbaus, im Röderstollen befinden sich mehrere Kehr- und Kunsträder die der Entwässerung der Grube sowie für die Erzförderung benötigt wurden.
Der Förderturm.

Das Bergwerk kann täglich außer am 24. und am 31. Dezember besichtigt werden, verschiedene Führungen wie die Fahrt mit der Grubenbahn mit anschließender Erläuterung der wichtigsten Tätigkeiten der Bergleute oder eine Fahrt mit dem Schrägaufzug den Berg hinauf können kostenpflichtig gebucht werden. Verschiedene Museumshäuser zeigen anschaulich die tausendjährige Geschichte des Rammelsberger Bergbaus und die tägliche Arbeit der Bergleute. Tipp: Von der Straße die zum Erzbergwerk führt geht die Bruchchaussee ab die zum Malermeisterturm führt. Dieser im 14. Jahrhundert erbaute Rundturm liegt am Rammelsberg über der Stadt und ist das älteste Gebäude der Übertagesanlagen des Bergwerks und wurde ab 1578 als Anläuteturm für die Bergleute und ab 1740 als Wohnung für den Holzverwalter des Bergwerks genutzt. Am Fuße des Turms befindet sich heute ein beliebtes Ausflugsrestaurant mit Panoramaterrasse von der die Besucher einen sensationellen Ausblick auf die Stadt und das Harzvorland haben.
Die Jakobikirche.
Die Apotheke am Schuhhof.
Das St. Annenhaus.
Gebäudekomplex Erzbergwerk Rammelsberg.
Die Fahrt mit dem Schrägaufzug auf den Berg kann gebucht werden.
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