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Die Altstadt, das Neue Rathaus und der Maschsee

Deutschland > Städte > Hannover
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Die Altstadt von Hannover besteht heute leider nur noch aus etwa vierzig Häusern, der Rest der teils aus dem Mittelalter stammenden Fachwerkhäuser wurde im zweiten Weltkrieg zerstört. Ende der fünfziger Jahre wurden die restlichen Häuser die sich über das ganze Stadtgebiet verteilten abgetragen und rund um die Marktkirche und das alte Rathaus wiederaufgebaut. Das älteste Fachwerkhaus Hannovers, ein Bürgerhaus aus dem Jahre 1566, steht in der Burgstraße 12. Ganz in der Nähe befindet sich auch Hannovers älteste Kirche, die im Jahre 1333 erbaute Kreuzkirche. Am Holzmarkt gegenüber dem Historischen Museum steht der detailgetreue Nachbau des Leibnizhauses das im Krieg zerstört wurde. Leibniz ist wohl der berühmteste Sohn der Stadt und lebte von 1646 bis 1716. Er war einer der bedeutendsten Philosophen des ausgehenden 17. und beginnenden 18. Jahrhunderts und bewohnte das im Jahre 1499 erbaute Haus das früher an anderer Stelle der Stadt stand.
Als einer der schönsten Plätze der Stadt gilt der Ballhofplatz. Ursprünglich war der von 1649 bis 1664 erbaute Ballhof eine Sporthalle der Hofgesellschaft die hier wind- und wettergeschützt Federball spielte. Heute ist der Ballhof ein Theater und Spielort des Jungen Schauspiels Hannover. Das Leineschloss ist ein 1637 erbautes Schloss das aus einem Franziskanerkloster hervorging und von Georg Friedrich Laves zwischen 1816 und 1844 umgebaut wurde, es diente von 1837 bis 1866 den Königen von Hannover als Residenz. Nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg wurde es von 1956 bis 1962 wiederaufgebaut, im Südflügel ist heute der Plenarsaal des Niedersächsischen Landtages untergebracht. Zu den Wahrzeichen der Stadt gehört ganz sicher die Marktkirche St. Georgii et Jacobi, eine Hallenkirche mit 97 Meter hohem Turm. Das Geläut der Kirche ist das drittgrößte in Niedersachsen, die große Christusglocke ist die größte Glocke in Niedersachsen und wird nur an Festtagen oder zu besonderen Anlässen geläutet. Gegenüber der Marktkirche befindet sich das alte Rathaus, der älteste Profanbau der Stadt. Teile des Gebäudes entstanden bereits im Jahre 1410, danach erfolgten mehrere Umbauten und Erweiterungen. Eine Bürgerinitiative verhinderte gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Abriss des Gebäudes, von 1877 bis 1891 wurde das Gebäude durch den Architekten Conrad Wilhelm Hase im Baustil der Zeit um 1500 herum umgebaut.
Neues Rathaus, Hannover
Das sicherlich schönste und bemerkenswerteste Gebäude der Stadt ist das Neue Rathaus, das am Rande des Maschparks steht. Das auf 6.026 Buchenpfählen in den Jahre 1901 bis 1913 im wilhelminischen Stil erbaute neue Rathaus wurde im Auftrag des damaligen Stadtdirektors Heinrich Tramm in Auftrag gegeben, der Platz vor dem Rathaus trägt zur Erinnerung heute den Namen Trammplatz und wird gerne für Veranstaltungen genutzt. Die Kosten für den Bau betrugen seinerzeit über 10 Millionen Mark, bei der Einweihung soll der Stadtdirektor gegenüber Kaiser Wilhelm II. gesagt haben: „Alles bar bezahlt, Majestät!“ Einzigartig ist der Bogenaufzug zur Kuppel des Rathauses. Anfangs geht es senkrecht in die Höhe um dann anschließend in einem Winkel von 17° überzugehen. Durch ein Fenster im Dach des Fahrstuhls lässt sich der Fahrverlauf verfolgen, auf Knopfdruck kann der Boden des Aufzuges ebenfalls durchsichtig gemacht werden was ein besonderes Vergnügen darstellt aber vielleicht nicht jedermanns Sache ist. Die Aussichtsplattform wird nach Ende der Fahrt mit dem Fahrstuhl über eine Leiter erreicht, der Ausblick über die Stadt und das Umland ist grandios und sollte bei einem Besuch der Stadt unbedingt genauso wie die kostenpflichtige Fahrt mit dem Fahrstuhl mit an erster Stelle stehen.
Naherholungsgebiet Maschsee, Hannover
Beliebtes Naherholungsgebiet der Stadt ist der künstlich angelegte Maschsee, der etwa 2,4 Kilometer lang und bis zu 530 Meter breit ist. Schon im 19. Jahrhundert wurde über einen See an der Leinemasch nachgedacht um im Zuge der Eindeichung der Leine und der Ihme, die beide nach der Schneeschmelze im Harz im Frühjahr über die Ufer traten, für Hochwasserschutz zu sorgen. Von 1934 bis 1936 wurde der See von vielen Arbeitslosen trotz schlechter Arbeitsbedingungen und für einen geringen Lohn ausgehoben, am Himmelfahrtstag im Jahre 1936 erfolgte die Einweihung. Ein gut 6 Kilometer langer Weg führt rund um den See und wird gerne von Spaziergängern, Joggern, Radfahrern und Skatern genutzt. Das Baden im See ist an der Südseite im Strandbad möglich, ein Bootsverleih vermietet Ruder- und Tretboote, eine Segel- und Yachtschule bietet Segelanfängern Unterricht an. Im Winter darf der See zum Schlittschuhfahren betreten werden, wenn das Eis mindesten 13 Zentimeter dick ist, eine rot-weiße Flagge am Nord- und Südufer zeigt die offizielle Freigabe der Eisfläche an, ab 20 Zentimeter Eisdicke dürfen Buden und Stände auf dem See aufgestellt werden, dann beginnt eine kleine Eisparty. Höhepunkt des Jahres ist das alljährliche Maschseefest, das rund drei Wochen dauert und etwa zwei Millionen Besucher anzieht. Viele Restaurants und Bars säumen dann das Flußufer, Kinderprogramme unterhalten die Kleinen, zahlreiche Bühnen bieten ein umfangreiches Musikprogramm oder verwandeln das Ufer in eine große Open-Air-Disco. Kult ist das Funbootrennen „Crazy Crossing“, bei dem Firmen, Clubs oder Freunde in selbstgebauten Booten, hierbei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, gegeneinander antreten.
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Die Kreuzkirche in der Altstadt von Hannover.
Das Leibnizhaus am Holzmarkt.
Das Maschseefest zieht jedes Jahr Millionen Besucher an.
Hoffentlich oft zu Gast beim Fest: Der Maschsee-Skyliner, die höchste mobile Aussichtsplattform der Welt.
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