Das Rathaus, Bartholomäuskapelle, Abdinghofkirche und Alexiuskapelle - Clousun - Die schönsten Reiseziele Deutschlands und der Welt

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Das Rathaus, Bartholomäuskapelle, Abdinghofkirche und Alexiuskapelle

Deutschland > Städte > Paderborn
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Eine weitere herausragende Sehenswürdigkeit ist das im Stile der Weserrenaissance erbaute Rathaus. Es entstand in der Zeit von 1613 bis 1620 im Auftrag des Fürstbischofs Dietrich wobei der aus dem Jahre 1473 stammende Vorgängerbau mit einbezogen wurde. Typisch für die damalige Baukunst sind die drei Giebel und die vielen Fenster im Obergeschoss. In den Jahren 1870 bis 1878 wurde das Rathaus aufgrund der schlechten Bausubstanz grundlegend saniert und im Jahre 1945 durch den zweiten Weltkrieg bis auf die Außenmauern zerstört. Doch schon 1946 begann der Wiederaufbau des Gebäudes der bis 1958 dauerte. Finanziert wurde der Wiederaufbau durch eine Lotterie. Heute dient das Gebäude als Versammlungsort des Paderborner Rates und für Empfänge und Festakte, außerdem ist hier das Standesamt beheimatet.
Rathaus Paderborn
Frontansicht des Rathauses
Die um das Jahr 1017 herum erbaute Bartholomäuskapelle gilt als die älteste Hallenkirche in Deutschland und beeindruckt besonders durch ihre Akustik. Die Kapelle befindet sich direkt hinter dem Dom am Eingang zum Museum in der Kaiserpfalz und wurde von Bischof Meinwerk in Auftrag gegeben und von griechischen Bauleuten im byzantinischen Stil errichtet. Anders als viele andere Gebäude der Stadt ist sie im Laufe ihrer tausendjährigen Geschichte fast nie beschädigt worden und ist seit 1963 im ursprünglichen Zustand. Die im Jahre 1978 von H.G. Bücker gestaltete Bronzetür gibt Einblick in die Zeit des Bischofs Meinwerk. Heute ist die Kapelle das bedeutendste kunstgeschichtliche Bauwerk der Stadt Paderborn.
Abdinghofkirche Paderborn
Abdinghofkirche
Oberhalb des Paderquellgebietes erhebt sich die doppeltürmige Abdinghofkirche, die zum Benediktinerkloster Sankt Peter und Paul gehört. Die Gründung des Klosters geht auf Bischof Meinwerk von Paderborn zurück der zur Krönung Kaiser Heinrich II. in Rom im Jahre 1014 weilte als im kaiserlichen Lager die Pest ausbrach. Nach geglückter Rückkehr gelobte er der Stadt ein Benediktinerkloster zu stiften. 1016 wurde der Grundstein des Klosters gelegt, 1023 wurde die Krypta geweiht, 1031 die Klosterkirche. Kloster und Kirche erhielten wertvolle Ausstattungsgegenstände aus dem Privatbesitz des Bischofs. Der Name Abdinghof leitet sich ab aus curia abbatis was „Hof des Abtes“ bedeutet. Nach dem Tod von Bischof Meinwerk im Jahre 1036 wurde dieser auf seinem Wunsch hin in der Krypta der Kirche beigesetzt, seit 1958 befindet sich sein Sarkophag allerdings in der Busdorfkirche. Ein Stadtbrand im Jahre 1058 zerstörte neben dem Dom auch die Abdinghofkirche welche neu gebaut und von Bischof Poppo 1078 geweiht wurde. Ende 1945 wurden bei einem Bombenangriff die Kirche und das Kloster zerstört, der Wiederaufbau der Kirche erfolgte durch Unterstützung von Gläubigern beider Konfessionen so dass die Kirche am 17. März 1951 und die Krypta am 25. Dezember 1957 wiedereingeweiht werden konnten. Insgesamt 51 Äbte standen dem Kloster in seiner Geschichte vor, Bedeutung erhielt es durch wichtige Kirchenschätze sowie u.a. durch seine Bibliothek und eine Werkstatt für Buchmaler und Buchbinder.
 
Direkt hinter der Abdinghofkirche auf dem Weg Richtung Dom befindet sich die Alexiuskapelle im Garten des Michaelisklosters. Sie wurde nach niederländischem Vorbild  zwischen 1670 und 1673 durch den Abt des Abdinghofklosters errichtet und dient heute aufgrund der guten Akustik als Veranstaltungsort für Konzerte.
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